Freie Volksbühne Berlin
Freie Volksbühne Berlin e.V. Demokratie

"Und für einen Augenblick schien die Zeit selbst den Atem anzuhalten. Vor unseren Augen veränderte sich die Welt." Bonn, 1969. Nach 20 Jahren CDU stellen erstmals die Sozialdemokraten den Kanzler der Bundesrepublik Deutschland: Willy Brandt. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin will "mehr Demokratie wagen" und setzt sich für eine andere Ostpolitik ein. Zugleich aber wird er, der die NS-Jahre im skandinavischen Exil erlebt hat, von konservativer Seite als Sozialist und Vaterlandsverräter attackiert. Fünf Jahre und eine gewonnene Bundestagswahl später tritt Brandt zurück. Günter Guillaume, einer seiner engsten Mitarbeiter, ist als Stasi-Spion aufgeflogen. Der englische Autor Michael Frayn hat aus dem Brandt-Guillaume-Komplex einen dichten, genau recherchierten Theatertext gewoben. Nach ihren theatralen Auseinandersetzungen mit der Engführung von elitärer Ästhetik und sozialistischer Utopie bei Peter Hacks ('Die Sorgen und die Macht') und dem heroischen, asozialen Individuum bei Ayn Rand ('Capitalista, Baby') nähern sich Tom Kühnel und Jürgen Kuttner nun jenen Jahren, in denen die westdeutsche Demokratie in die Moderne eintrat. Und der Osten dabei aufmerksam zusah.

Deutsches Theater

Demokratie

Schauspiel , 09.03.2017 - 09.04.2017

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"Und für einen Augenblick schien die Zeit selbst den Atem anzuhalten. Vor unseren Augen veränderte sich die Welt." Bonn, 1969. Nach 20 Jahren CDU stellen erstmals die Sozialdemokraten den Kanzler der Bundesrepublik Deutschland: Willy Brandt. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin will "mehr Demokratie wagen" und setzt sich für eine andere Ostpolitik ein. Zugleich aber wird er, der die NS-Jahre im skandinavischen Exil erlebt hat, von konservativer Seite als Sozialist und Vaterlandsverräter attackiert. Fünf Jahre und eine gewonnene Bundestagswahl später tritt Brandt zurück. Günter Guillaume, einer seiner engsten Mitarbeiter, ist als Stasi-Spion aufgeflogen. Der englische Autor Michael Frayn hat aus dem Brandt-Guillaume-Komplex einen dichten, genau recherchierten Theatertext gewoben. Nach ihren theatralen Auseinandersetzungen mit der Engführung von elitärer Ästhetik und sozialistischer Utopie bei Peter Hacks ('Die Sorgen und die Macht') und dem heroischen, asozialen Individuum bei Ayn Rand ('Capitalista, Baby') nähern sich Tom Kühnel und Jürgen Kuttner nun jenen Jahren, in denen die westdeutsche Demokratie in die Moderne eintrat. Und der Osten dabei aufmerksam zusah.

Besetzung

Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner Bühne: Jo Schramm Kostüme: Daniela Selig Musik: Markus Hübner Video: Jo Schramm Dramaturgie: Claus Caesar Mit: Felix Goeser, Daniel Hoevels, Michael Schweighöfer, Helmut Mooshammer, Jürgen Kuttner, Bernd Stempel, Andreas Döhler, Markwart Müller-Elmau, Matthias Neukirch

Autor

Michael Frayn

Spielort

Deutsches Theater (Stadtplan)

Schumannstraße 13 a
10117 Berlin

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Samstag 10.00-14.00 Uhr

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